Zweiter Runder Tisch am 15.09.2020

Am Dienstag, dem 15.09.2020, fand der zweite Termin der sogenannten Verständigungsgespräche zwischen den Bürgerinitiativen „Grüner Kiez Pankow“ und „Klimafreundliches Pankow“ und der Gesobau AG statt. Diese Gespräche beruhen auf dem Beschluss der Pankower BVV „Verdichtung in Pankow sozial und klimaverträglich gestalten!“ und sollen konsensorientiert sein.

Neu zu diesem Termin war die Teilnahme von Grit Schade, Leiterin der Wohnungsbauleitstelle der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

In diesem zweiten „Verständigungsgespräch“ lehnte die Gesobau AG unsere Forderung ab, ihre Planungen bis zum Abschluss der terminierten Gesprächsrunden ruhen zu lassen und währenddessen auch (weitere) Maßnahmen auf den Höfen zu unterlassen. Die Gesobau AG lehnte ein Moratorium klar ab. Die Planungen würden auch während der Gespräche fortgeführt – man sei auf dem Weg, die bauantragsreifen Unterlagen auszuarbeiten.

Diese Auffassung irritiert uns sehr, führt sie doch die Möglichkeiten der ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Bauvorhaben und dazugehörigen Themen ad absurdum.

Wir fordern daher nochmals die Aussetzung der Planungen durch die Gesobau AG für den Zeitraum der konsensorientiert gemeinten Verständigungsgespräche!

Wir konnten Redebeiträge halten zu den Themen „Verheerender Zustand der Straßenbäume und des Waldes in Berlin“, „Unsere Baumpaten“ und Zitate des Senats, des Bezirks und der Gesobau AG über die Selbstverpflichtung zum Grünerhalt, für eine gesunde, nachhaltige Stadtentwicklung vorlesen. Herr Misselwitz, der als unser Unterstützer sprach, mahnte an, globaler, nachhaltiger und verantwortungsübergreifender zu denken und die Stadt von morgen für unsrere Kinder lebenswert zu gestalten.

Leider zeigten sich weder die Gesobau AG noch Frau Grit Schade von der Wohnungsbauleitstelle kompromissbereit. Die Planungen seine nahezu abgeschlossen und nicht mehr disskutierbar.

Wir haben den BVV-Beschluss „Verdichtung in Pankow sozial und klimaverträglich gestalten!“ so verstanden, dass er auf den 1. Beschluss der BVV vom 11.09.2019 aufsetzt, der einen Neustart des Partizipationsverfahrens seitens der Gesobau AG und die Möglichkeit, gemeinsam mit uns Anwohner*innen alternative Planungsvarianten in Planungswerkstätten zu entwickeln, fordert.

Da es weder einen Neustart, noch Planungswerkstätten, noch alternative Planungsvarianten gab, soll der 2. BVV-Beschluss, der jetzt mit den Verständigungsgesprächen umgesetzt wird, nun endlich die Möglichkeit zu konsensorientierten Gesprächen bieten!

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