Kampf gegen die 15-Tonnen-Presse – Schutz der Kastanie vor Zerstörung des Wurzelwerks

10. September 2020. Dank gemeinsamer Kraft haben wir verhindern können, dass das 15 Tonnen wiegende Raupen-Fahrzeug auf die Nordwiese, genau über den Wurzelballen der Rosskastanie, gerollt ist.

Heute sollte die Firma Fugro im Auftrag der GESOBAU AG Verdichtungsmessungen an einigen Punkten auf der nördlichen und der südlichen Wohngrünfläche durchführen. Ziel war es herauszufinden, ob der Untergrund einem 5-Geschosser überhaupt stand hält.

Dazu fährt die Firma mit der Presse, dem 15 Tonnen schweren Raupenfahrzeug, auf den zu messenden Punkt und verdichtet den Boden an dieser Stelle mit 15 Tonnen.

Klar war uns, dass dieses Fahrzeug auf gar keinen Fall über den Wurzelballen der Rosskastanie fahren darf. Dieser Weg war der Firma allerdings als Einfahrt zur Nordwiese vorgegeben worden.

Ein Anruf bei Frau Dr. Böse vom Bezirksamt Pankow von Berlin, Abt. Umwelt und öffentliche Ordnung, Umwelt- und Naturschutzamt stellte klar: Es muss ein Abstand zur Kastanie (und zu jedem anderen Baum natürlich auch) gehalten werden, der so groß ist wie die Krone plus 1,50 m. Die GESOBAU AG muss Bohrungen im Wurzelbereich mit dem Amt vorher klären und Schutzmaßnahmen einhalten.

Darufhin wurden die Messarbeiten eingestellt und die 15t-Presse dampfte ab.

Warum hat die GESOBAU AG die Bohrungs- und Bodenverdichtungsarbeiten nicht mit dem Umwelt- und Naturschutzamt abgesprochen? Warum gab es keinen Aushang im Hausflur?

Für den Ahorn des Südhofes kamen wir leider zu spät.

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